Tagesgeld anlegen



Tagesgeld ist Geld, dass auf einem Tagesgeldkonto, je nach Vorstellung des Anlegers, in beliebiger Höhe eingezahlt wird. Das Geld wird mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst. Es ist zumeist ein tagesaktueller Zinssatz. Das Geld wird so auf unbestimmte Dauer festgelegt. Es ist aber täglich verfügbar und kann deshalb auch täglich vom Konto, gesamt oder in einer Teilsumme, abgehoben werden. Das Tagesgeldkonto ist ein eigenständiges Konto, von anderen Konten unabhängig, Es wird separat, über einen Vertrag, mit der Bank eröffnet. Im Gegensatz zum Girokonto können keine Zahlungsüberweisungen oder Bargeldabhebungen durch geführt werden. Überwiegend, es gibt Ausnahmen, sind Tagesgeldkonten nicht kostenpflichtig.

Sicherheit
Inländische Banken, die Tagesgeldkonten anbieten sind gesetzlich abgesichert und überwiegend auch Mitglied in einem Sicherungsfond. Die gesetzliche Sicherheitsbestimmung besagt, dass inländische Banken pro Anleger, eine Absicherung von einhunderttausend Euro zu hundert Prozent eingehen müssen. Die freiwillige Sicherheitsgarantie besagt, dass die Banken ihr Tagesgeld anlegen mit mindestens 1,5 Millionen Euro beim Bundesverband deutscher Banken absichern müssen.

Innerhalb der Europäischen Union und der Schweiz sind Banken verpflichtet ihre Tagesgeldanlagen mit mindestens einhunderttausend Euro respektive Schweizer Franken zu sichern. Island fällt aus diesem Schema heraus. Hier liegt die Absicherung nur bei 20000 Euro. Das mag den turbulenten isländischen Finanzproblemen geschuldet sein.

Kriterien der Auswahl für ein Tagesgeldkonto
Der Anleger, der sich mit dem Gedanken trägt, ein Konto zu eröffnen, kann die folgenden, oft genannten, Hauptkriterien in seine Überlegungen mit einbeziehen. Die Kriterien sollen dem Anleger die Entscheidung erleichtern und als Richtschnur im Eröffnungsgespräch mit der Bank dienen.

Die Kriterien sind:

  • Die anzulegende Summe
  • Einlagesicherheit
  • Zeitraum der Anlage und die Zinshöhe.

Bei Interesse können noch andere mit einbezogen werden.

Derzeitige Zinshöhe
Aktuell beläuft sich der durchschnittliche Tagesgeldzinssatz zwischen 1, 5 % bis 2,5 % im Jahr. Es gibt aber auch Zinsen, die von diesem Rahmen abweichen.

Steuerliche Behandlung von Tagesgeldkonten
Steuerlich werden die Zinsen aus der Einlage auf einem Tagesgeldkonto als Einkünfte behandelt und als Quellensteuer direkt an der Basis erhoben. Das bedeutet, dass die Bank den Steuerabzug vornehmen muss, und dem Anleger Geld nur nach Abzug der Steuer auszahlen darf.

Es werden von den Zinsen fünfundzwanzig Prozent plus Kirchensteuer, nach den Vorgaben des Bundeslandes in dem der Anleger lebt, und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, erhoben. Der Anleger hat aber die Möglichkeit über seinen jährlichen Einkommensteuerausgleich einen Teil seiner so vorab gezahlten Steuer wieder zurück zu bekommen. Es ist daher wichtig einen Freistellungsauftrag für Kapitalertrag von der Bank zu bekommen und diesen dem Finanzamt mit der jährlichen Einkommensteuer vorzulegen.

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14.06.2011 Geldanlage